Biotopkartierung im Mai

Am 5. Mai trafen wir uns zu unser zweiten Biotopkartierung in diesem Jahr. Das Wetter war trotz widersprüchlicher Vorhersagen noch sehr schön geworden.
Mit Paul, Stefan, Wendy, Oscar, Jan, Gerhard, Sylvia, Margit und Detlef begaben wir uns auf den Weg.
 Obwohl der Wasserstand schon etwas zurückgegangen war, ist der durchgehende See im Biotop erhalten geblieben.
An einigen Stellen haben sich kleine Inseln gebildet.
Als wir ankamen, flüchteten einige Rehe aus dem Gelände.
Die wilden Obstbäume-wllde Birne und Vogelkirsche standen in Blüte. Besonders schön waren die Blüten der Wildbirnen anzuschaun, die Kirschen waren schon im Verblühen.
blühende Wildbirne

blühende Wildbirne

Die Sanddornfläche vergrößert sich. Viele kleine Pflanzen sind nachgewachsen.
versämter Sandornbusch

versämter Sandornbusch


Die Saalweide, die wir in diesem Jahr mit der Naju im “Erlebten Frühling 2012″ erkunden, war noch in voller Blüte.
blühende Saalweide

blühende Saalweide

Auch junge Bäume der Vogelbeere, die Vogelbeer.Eberesche entwickeln sich im Gelände. Das ist gut für die Lerchen und andere Vögel, die sich in dem langen Biotop aufhalten.
Schön ist, dass wir dieses Mal auch mehrere Pflanzen der Arnika entdeckt haben.
Am Hang blühte das leuchtend gelbe Jabobs-Greiskraut in Gemeinschaft mit einer ebenso leuchtenden gelben zarten Rispenpflanze, die ich wegen ihrer gezackten und rundlichen Blätter aber keiner bekannten Pflanzenart zuordnen konnte. Neun sind auch Lupinen, die sich von der Wiese versämt haben.
Der Hang bot ein wunderschönes Bild.
blühendes Jakobsgreiskraut

blühendes Jakobsgreiskraut

Die verschiedenen  Weidenarten fühlen sich anscheinend in dem noch recht hohen Wasserlauf recht wohl.
Sie vertragen ja viel Wasser.
Tierspuren, die zum Wasser führten, sowie der Kot ließen auf Rehwild, Fuchs, Wildschwein und Dachs schließen. Auch einige Hasenspuren konnten wir ausfindig machen.
unsere Gruppe auf Spurensuche

unsere Gruppe auf Spurensuche

Oscar Bänder entdeckte auch zwei Bauten der Hasen auf der gegenüberliegenden Seite des Wasserlaufes.
Der Löwenzahn war tüchtig im  Blühen und Wendy band einen Kranz davon.
Die Grasfrösche stimmten ein lautes Konzert an, das wir den ganzen Nachmittag hörten.
Wendy und Oscar suchen nach den Grasfröschen

Wendy und Oscar suchen nach den Grasfröschen

Ein Bussard überfog das Gelände und ein Turmfalke rüttelte in der Luft. Leider waren keine besetzten Uferschwalbennester zu entdecken. Wahrscheinlich ist der Fuchs wieder in seinen Bau neben der Kolonie eingezogen.
Die Bauten der Wildbienen waren nicht so ersichtlich, wie in vergangenen Jahren.
Da wir aber  die Honigbiene ebenfalls als Frühlingsbote im Erlebten Frühling 2012 haben, hatte ich verschiedene Honigsorten mit ins Biotop genommen. Dazu Waffeln und Kakao. In einer windgeschützten Senke machten wir unser Picknik und probierten den Honig  auf den Waffeln aus.
Es war ein interessanter Nachmittag für uns.
Wendy hat sich aus dem Löwenzahn einen Kranz gebunden

Wendy hat sich aus dem Löwenzahn einen Kranz gebunden

 

Winterkartierungen

Eine gute Unterkunft für die Fransenfledermaus im präparierten Gasbetonstein im Keller des Hauses Löwenau.

Eine gute Unterkunft für die Fransenfledermaus im präparierten Gasbetonstein im Keller des Hauses Löwenau.

Winterquartierkontrolle der Fledermäuse in NVP

Wie in jedem Jahr führten wir auch 2012 gemeinsam mit Mitgliedern der Fachgruppe Fledermausschutz Rostock die Zählung von
Fledermäusen in uns bekannten Winterquartieren in Tribsees und der näheren Umgebung durch. Wir begannen unsere Tour am 11.Februar um 9 Uhr
in  den Kellergewölben des Hauses Löwenau. Weitere Stationen waren der Keller auf dem Böttcherhof bei Tribsees,die Gruft in Dorow, sowie der Keller
des Gutshauses in Nehringen.
An den Standorten mit Keller wurden wir von den Besitzern der Gebäude empfangen, die selbst voller Spannung auf unsere Zählergebnisse warteten.
Jedes Mal aufs Neue sind wir beeindruckt von der Baukunst der Konstrukteure und Bauarbeiter vergangener Jahrhunderte, wenn wir in den Kellergewölben
von teilweise beachtlichem Ausmaß stehen.
Interessant waren auch die Erzählungen des Besitzers der Gutsanlage in Nehringen, Herrn von Pachelbel-Gehag zur Geschichte des Ortes und der Gebäude. Die Anzahl und die Artenvielfalt der entdeckten Fledermäuse in den einzelnen Winterquartieren schwankt beim Vergleich der Jahreszählungen.
Das Gesamtergebnis 2012 :  5 Langohrfledermäuse
                                         14 Fransenfledermäuse
                                           6 Wasserfledermäuse
Jan Korthals kommt aus dem Keller Böttcherhof.

Jan Korthals kommt aus dem Keller Böttcherhof.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gar nicht so einfach, aus der Gruft in Dorow wieder heraus zu kommen.

Gar nicht so einfach, aus der Gruft in Dorow wieder heraus zu kommen.

Beim Kiesabbau haben die Arbeiter große Findlinge aufgeschichtet.

Beim Kiesabbau haben die Arbeiter große Findlinge aufgeschichtet.

Kartierung unseres Biotops

Anschließend fuhren wir zu unserem Biotop, um dort die Winterkartierung vorzunehmen.
Schon auf dem Fußmarsch vom Wegesrand bis zur Pforte des eingezäunten Geländes sahen wir Tierspuren, die Wildwechsel durch den Zaun hindurch, anzeigten.Auch im mit Schnee bedeckten Boden des Biotops sahen wir zahlreiche Spuren, die wir Hasen und Wildschweinen zuordneten.
Durch die ausgiebigen Niederschläge des Vorjahres hatte sich in den Senken über die gesamte Länge des geschützten Gebietes eine riesige
zusammenhängende Wasserfläche gebildet, die nun gefroren und mit Schnee bedeckt ist.
Auf einer etwas höher gelegenen, nicht überfluteten Ebene, gleich hinter dem Eingang, hat sich Sanddorn verbreitet, der zwar noch klein ist,
aber uns den Weg in das Innere des Geländes schon jetzt erschwerte.
Insgesamt konnten wir feststellen, dass sich die Pflanzen im Biotop vermehrt haben und weiter gewachsen sind und der Bestand dadurch viel dichter geworden ist.
(Artikel verfasst von Sylvia Senekowitsch und Jan Korthals)
Spuren im Schnee

Spuren im Schnee

Unsere NAJU´s bei der Spurenuntersuchung

Unsere NAJU´s bei der Spurenuntersuchung

Unser Biotop im Winter

Unser Biotop im Winter

Stefan, Paul und Jan bei den Findlingen

Stefan, Paul und Jan bei den Findlingen

Hallo, liebe Najus! Hallo,liebe Besucher!

Zunächst einmal wünschen wir allen ein gesundes, frohes und an der Natur interessiertes Jahr 2012.

Heute möchten wir euch, wie schon im Dezember versprochen, über unsere Aktivitäten am Jahresende 2011 und die Entstehung unseres Biotops berichten.

Im November und Dezember 2011 beschäftigten wir uns mit Naturmaterial.
In zwei Gruppen eingeteilt, gingen wir am Donnerstag  und Freitag in unsere Trebelpötterie zum Töpfern. Zunächst ließen alle ihre Phantasie spielen und formten aus der Tonmasse hübsche Figuren.
14 Tage später bemalten wir die gebrannten Figuren und zum Weihnachtsseminar konnten dann alle ihre entstandenen Werke bewundern und mit nach Hause nehmen. Das sind dann ganz persönliche Weihnachtsgeschenke für Mutter, Vater und die Großeltern.

 

Wie in jedem Jahr trafen wir uns Ende November und Anfang Dezember in unserer Biberburg und bastelten unsere Weihnachtsgestecke.
Da sind auch alle mit vielseitigen Ideen dabei und so entstanden wieder wunderschöne Gestecke.
Bei weihnachtlicher Musik und einer leckeren Kaffeetafel mit von unseren Nabu-Muttis selbst gebackenen Kuchen ließen wir ganz gemütlich den Nachmittag ausklingen.

Ein gelungener Jahresabschluß ist dann immer das Weihnachtsseminar. Hier wird auch die Arbeit des Jahres ausgewertet und mit kleinen Geschenken und Urkunden des Nabu/Naju-Ortsverbandes werden besonders aktive Naju´s für die geleistete ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet.
Bei lustien Spielen und sehr gutem Essen vergeht die Zeit bis zum späten Abend immer sehr schnell.

 

Unser Uferschwalbenbiotop

Im Jahr 2000 baute die Firma Papenburg noch an der Autobahn, die auch bis nach Tribsees führt und zwar genau an unserer Biberburg vorbei. Bei einer Radwanderung auf der noch nicht ganz fertig gestellten Autobahn entdeckten wir am Kiesabbau, genau neben der Autobahn eine Steilwand, in der in über 50 Löcher Uferschwalben einflogen.

Über unsere ersten Bemühungen, das Biotop zu sichern, berichtete die Ostseezeitung am 30.August 2002, wie folgt:


Da die Unterredungen mit den Baubetrieben nichts brachten, nahm Frau Schneider Kontakt mit Herrn Reuter aus Berlin auf, dem Leiter der Autobahn A20. Dieser sicherte unserem Verband zu, das Biotop für uns zu erhalten. Von der Unteren Naturschutzbehörde NVP bekamen wir nach Absprachen die Erlaubnis, das Uferschwalbenbiotop in seinem Ursprung zu belassen und in jedem Jahr zu kartieren.
Herrn Reuter durfte Frau Schneider die Vorstellungen unterbreiten, wie das Gelände durch die DEGES  gesichert werden sollte.
So vereinbarten wir, dass das ca 1km  lange und 400m breite Biotop mit einem Zaun umgeben wird, eine Wasserstelle ausgehoben wird und Muttererde aufgefahren wird.
Die DEGES setzte uns noch 10 Wildfruchtbäume von sich aus an den Zaun.
Nun stehen Wildbirnen, Vogelkirschen und Pflaumenbäume am Rand des Geländes.
Auch weitere 5 Wasserstellen wurden ausgehoben. So wurden gute Bedingungen für Kleintiere, Rehe, Dachse, Vögel und eine reichhaltige Flora geschaffen.
Durch die verschiedenen Böden, die aus allen Teilen der Autobahnstrecke kamen, entwickelten sich Pflanzen aus den unterschiedlichsten Biotopen, denn der Samen war in dieser Erde mitgekommen.
Neben der Ohrweide, einem Vertreter des Niedermoores wuchs die einfache Weide und auf sandigem Boden entwickelte sich der Sanddorn, eine interessante Pflanzenwelt.
Die Tümpel waren im Juni mit herrlichem Wasserhahnenfuß bedeckt.
Unsere Najus waren bei der Kartierung dabei.
Was wir im nächsten Jahr bei der Kartierung vorfinden werden, das berichten wir in unserem nächsten Blog.
Eure Naju Tribsees